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Wissenswertes über Hanau

Beim Betrachten des Hanauer Stadtplans fällt sofort das Schachbrettmuster des Straßennetzes der Hanauer Neustadt auf. Wie auf dem Reißbrett entworfen präsentiert sich das Stadtbild aus der Vogelperspektive.

1597 erwirkten Glaubensflüchtlinge aus den Niederlanden beim Hanauer Grafen die Erlaubnis, vor den Toren des kleinen mittelalterlichen, seit 1303 mit Stadtrechten ausgestatteten Hanau, planmäßig eine neue Stadt anzulegen. Kaum zwei Jahrzehnte später stand die Stadt in wesentlichen Zügen und die Festung hatte mit dem 1618 ausgebrochenen Dreißigjährigen Krieg bald ihre Feuerprobe zu bestehen.

Nur kurze Zeit nach dem Ausbruch des Krieges wurde auch der Riese als Gasthof und Umspannstation errichtet und wurde 1625/26 das erste Mal urkundlich erwähnt. Er lag damals genau gegenüber des Stadthafens, der über einen Stichkanal mit dem Main verbunden war.

Hochqualifiziertes handwerkliches Können und die Beziehungen der wallonischen und niederländischen Neubürger in die alte Heimat und in die weite Welt brachten Ende des 17.Jahrhunderts die Hanauer Wirtschaft in Schwung. Vor allem Luxusgüter, wie Gold- und Silberwaren, Schmuck, Fayencen, Teppiche und Galanteriewaren wurden in Hanau produziert und exportiert. Im 19. Jahrhundert entstanden dann Maschinenfabriken und Eisengießereien, Druckereien und chemische Betriebe. Weltfirmen wie Dunlop, ABB, Degussa, Evonik und vor allem der Weltkonzern Heraeus , dessen Keimzelle die eine Apotheke am Neustädter Marktplatz war, tragen heute den Ruf Hanauer Produkte in alle Welt.

Hanau Geschichte reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück, wo erstmals eine Wasserburg gleichen Namens erwähnt wurde. Die Wasserburg wurde damals auf einer Insel im Fluss Kinzig erbaut , heute Standort des CPHs und der Karl-Rehbein-Schule. Am 2. Februar 1303 bekam Hanau das Stadtrecht verliehen.

Bis 1785 war Hanau eine eigenständische Grafschaft. Als ihr „Goldenes Zeitalter“ gilt das 18. Jahrhundert. 1712 wurde Schloss Philippsruhe, heute Historisches Museum, vollendet. 1782 begann in Wilhelmsbad, einem heute sorgfältig renovierten Gebäudeesemble, der Kurbetrieb. Angegliedert ist eine Parkanlage im Stile eines englischen Landschaftsgartens mit zahlreichen Attraktionen, einer heute noch zu besichtigenden Burgruine, die ein Lustschlösschen beherbergt, eine Pyramide, Teufelsbrücke und ein Karussell. Heute finden im Comedienhaus Theateraufführungen und Konzerte statt und das „Hessische Puppenmuseum“ unterhält Kontakte in die ganze Welt.

Illustre Persönlichkeiten kamen nach Hanau, so stieg Napoleon mindestens zweimal im Riesen ab und ließ sich Solber und Kraut munden. Bis zur Zerstörung Hanaus 1945 gab es im RIESEN das Napoleonzimmer. Hanau besuchte Freiherr von Knigge, dessen Buch „Über das gute Benehmen“ noch heute Grundlage aller Benimm-Regeln ist. Johann Wolfgang von Goethe sollen in Wilhelmsbad, das seine Mutter regelmäßig besuchte, auf einer Rundfahrt auf dem berühmten Karussell Zeilen seiner Iphigenie eingefallen sein. Als Geburtsort der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm darf sich Hanau heute als Grimm Stadt bezeichnen. Jährlich finden im Sommer die Brüder Grimm Märchenfestspiele statt. 1896 wurde das Nationaldenkmal der Brüder Grimm feierlich auf dem Neustädter Marktplatz enthüllt. Seit 2014 lädt die Bronzestatue es jüngere Malerbruders Ludwig Emil Grimm auf einer Granitbank vor dem Hotel Zum Riesen zum Verweilen ein. Im Hotel Zum Riesen feierte Ludwig Emil Grimm 1819 das Silvesterfest, an das er sich in seinen Memoiren gern erinnert, „... Wo die Damen weit schöner als in Frankfurt waren, dazu sehr gut gewachsen…“(Zitat).

Am 19. März 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde Hanau durch einen Nachtangriff englischer Bomber nahezu vollständig zerstört. Noch heute läuten an diesem Tag um 4:20 Uhr alle Glocken der Innenstadt. Auch der Riese fiel in Schutt und Asche. Die Zerstörung war so gründlich, dass sogar überlegt wurde, die Stadt gar nicht erst wieder aufzubauen. Doch der Hanauer Bürgersinn hatte den Bombenkrieg überlebt und so wuchsen bald wieder Neubauten aus den Trümmern.

Heute ist Hanau Oberzentrum der östlichen Rhein-Main-Region. Sowohl durch die Landesgartenschau als auch durch die Entwicklung der durch den Abzug der amerikanischen Streitkräfte 2008 frei gewordenen Flächen, entstehen im Lamboygebiet und in Hanau Wolfgang neue Wohn- und Gewerbeflächen. Seit 2011 werden unter dem Motto „Hanau baut um“ die gewaltigsten Um- und Neubaumaßnahmen der Nachkriegsgeschichte in Angriff genommen. Nun Kinopolis lockt Besucherscharen an, das Postkarree wurde umgebaut und am Westbahnhof entsteht ein neues Ärztezentrum. Der Marktplatz erhielt mit neuer Gastronomie ein neues Gesicht, um die Wallonisch Niederländische Kirche herum entstehen hochwertige Eigentumswohnungen. Der Freiheitsplatz, als ehemaliger Paradeplatz vor den Toren der Altstadt erhielt ein völlig neues Gesicht. Nicht nur der ZOB wurde neu angelegt, sondern auch die Stadtbibliothek erhält ein neues modernes Zuhause. Das Denkmal Moritz Daniel Oppenheims, eines bedeutenden jüdischen Malers des 19 Jahrhunderts, steht in einem wirkungsvollen Kontrast zu dem „Forum Hanau“, dem neugebauten Einkaufszentrum.

Mit einer lebendigen Kunst- und Kulturszene präsentiert sich Hanau heute als überaus lebenswerte Stadt der Rhein Main Region. Acht Museen sorgen für ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm. Die Brüder Grimm Märchenfestspiele locken jährlich tausende Besucher ins Amphitheater. International bekannt ist Hanau als „Stadt des edlen Schmucks“. Begründet ist dieser Ruf durch die nun schon seit über 250 Jahren währende Ausbildung der Staatlichen Zeichenakademie und durch das Goldschmiedehaus, welches sich als Sitz der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, zu einem der bedeutendsten Ausstellungszentren der Gold- und Silberschmiedekunst Deutschland entwickelt hat.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, sollte an einem Mittwoch oder Samstag auf dem Hanauer Marktplatz vorbei schauen. Man kann an den Marktständen vorbeischlendern, die ein riesiges Angebot frischer regionaler Produkte, nicht nur Obst und Gemüse sondern auch Honig, Essig, frisch gebackenes Brot, Kuchen, Fleisch- und Wurstspezialitäten laden zum Schauen, Kosten und Kaufen ein. Mit einem frisch gebrühten Espresso in der Hand kann man das Treiben an sich vorüber ziehen lassen und den Abschluss mit einem Glas Wein genießen, um danach, mit einem riesigen Strauß Blumen in der Hand, nach Hause gehen. Hanau ist so schön!

Hotel Zum Riesen

Heumarkt 8, 63450 Hanau
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E: info@hanauhotel.de

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